Draw Rider 2 Plus
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Details
- Bewertung
- 3,1
- Version
- 3.1.3
- Entwickler
- 17Studio LLC
Wer ein Rennspiel sucht, das nicht einfach nur auf möglichst schnelle Runden setzt, bekommt mit Draw Rider 2 Plus einen ungewöhnlichen Vertreter. Ich habe hier nicht das Gefühl, einen klassischen Arcade-Racer mit sauberem Asphalt, glänzenden Fahrzeugen und leicht verständlichen Kurven zu spielen. Stattdessen steht eine deutlich härtere Mischung aus Rennen, Geschicklichkeit und physikalischen Fehlern im Mittelpunkt. Der Reiz entsteht oft genau dort, wo ein Sprung beinahe gelingt, die Landung aber in einer spektakulären Katastrophe endet.
Das Spiel stammt von 17Studio LLC und gehört auf Android in die Kategorie Racing. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,1 aus rund 250 Bewertungen, während es bereits über 10.000 Installationen gibt. Diese Zahlen passen zu meinem Eindruck: Das Spiel hat eine klar erkennbare eigene Idee, spricht aber nicht automatisch jeden Rennspiel-Fan an. Wer geduldiges Ausprobieren mag, kann viel Freude daran haben. Wer eine entspannte Fahrt ohne häufige Fehlschläge erwartet, dürfte dagegen schnell genervt sein.
Was dich beim ersten Start erwartet
Der Store fasst das Spiel als lang erwartete Fortsetzung eines legendären Hardcore-Rennspiels zusammen. Für mich ist der entscheidende Punkt dabei nicht das Wort „Fortsetzung“, sondern „Hardcore“. Schon der erste Kontakt vermittelt, dass hier keine vollkommen verzeihende Steuerung wartet. Kleine Fehler wirken sich unmittelbar auf die Fahrt aus, und ein Hindernis, das zunächst harmlos aussieht, kann den gesamten Versuch beenden.
Die Grundidee ist leicht zu verstehen: Du steuerst eine Figur auf einem Fahrzeug durch anspruchsvolle Rennstrecken und versuchst, das Ziel zu erreichen. Die Herausforderung liegt weniger darin, eine Ideallinie wie in einem realistischen Rennsimulator zu finden. Vielmehr musst du Bewegungen, Geschwindigkeit und Landungen aufeinander abstimmen. Ein Sprung ist nicht automatisch erfolgreich, nur weil du ihn mit genügend Tempo begonnen hast.
Genau deshalb würde ich das Spiel eher als physikbasiertes Geschicklichkeits-Rennspiel beschreiben. Es verlangt Aufmerksamkeit für den nächsten Abschnitt und nicht nur schnelle Reaktionen. Wenn du blind beschleunigst, wirst du oft nur schneller an die Stelle kommen, an der dein Versuch scheitert. Erfolgreicher ist es, die Strecke zu lesen, vor schwierigen Passagen kurz ruhiger zu werden und aus jedem Unfall eine konkrete Lektion mitzunehmen.
Die Altersfreigabe lautet USK ab 16 Jahren. Das ist für die Auswahl des Spiels wichtig, besonders wenn ein Gerät von mehreren Familienmitgliedern genutzt wird. Der Preis beträgt 4,49 Euro. Damit ist es kein kostenloser Titel, den man spontan für ein paar Minuten installiert und bei Nichtgefallen einfach wieder vergisst. Ich würde vor dem Kauf deshalb ehrlich prüfen, ob dir wiederholtes Üben und ein bewusst hoher Schwierigkeitsgrad grundsätzlich liegen.
Für wen sich der Kauf besonders lohnt
Ich sehe die größte Zielgruppe bei Spielern, die kurze, intensive Versuche mögen und sich über kleine Verbesserungen freuen. Wenn du nach mehreren Anläufen endlich eine schwierige Rampe sauber überquerst, fühlt sich das deutlich befriedigender an als ein gewöhnlicher Sieg gegen eine wenig fordernde Computerstrecke. Das Spiel belohnt nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Beobachtung und Geduld.
Auch für kurze Pausen kann es passen. Du kannst einen Versuch starten, an einer problematischen Stelle scheitern und das Gerät wieder weglegen, ohne eine lange Geschichte oder ein großes Regelwerk im Kopf behalten zu müssen. Der Nachteil ist, dass „kurz“ nicht automatisch „entspannt“ bedeutet. Ein einzelner Abschnitt kann dich länger beschäftigen, als du zunächst erwartest, weil die Ursache eines Fehlers nicht immer beim ersten Mal offensichtlich ist.
Weniger geeignet ist der Titel für dich, wenn du ein Rennspiel hauptsächlich wegen realistischer Autos, großer Strecken, Tuning oder freiem Fahren suchst. Auch wer eine gleichmäßige Lernkurve bevorzugt, sollte vorsichtig sein. Die Freude entsteht hier nicht durch ständige Belohnung, sondern durch das Überwinden von Situationen, die zunächst unfair oder schwer lesbar wirken können.
Vom Installieren bis zum ersten echten Erfolg
Die ersten Minuten sinnvoll angehen
Nach der Installation würde ich nicht sofort versuchen, jedes Tempo aus der Strecke herauszuholen. Mein erster Rat ist, die Steuerung zunächst als Werkzeug zum Ausbalancieren zu betrachten. Beobachte, wie stark dein Fahrzeug auf Eingaben reagiert, wie schnell sich die Figur in der Luft verändert und wie viel Raum du für eine sichere Landung brauchst. Diese ersten Versuche sehen vielleicht nicht spektakulär aus, sparen dir aber später viele planlose Wiederholungen.
Die aktuelle Version ist 3.1.3 und das Spiel setzt mindestens Android 6.0 voraus. Das macht die technische Einstiegshürde auf kompatiblen Geräten überschaubar. Trotzdem würde ich vor dem Kauf kurz kontrollieren, ob dein Gerät diese Voraussetzung erfüllt und ob sich das Spiel im Alltag flüssig bedienen lässt. Gerade bei einem Titel, bei dem ein kleiner Moment entscheidend sein kann, fühlt sich jede Verzögerung deutlich störender an als bei einem langsamen Strategiespiel.
Für iPhone- oder iPad-Nutzer ist vor allem die konkrete Store-Seite des eigenen Geräts entscheidend. Die sichtbaren Angaben und die Bedienung können sich je nach Plattform unterscheiden. Ich würde daher nicht allein vom Namen auf eine identische Erfahrung schließen, sondern vor dem Herunterladen prüfen, ob dein Gerät unterstützt wird und wie die aktuelle Fassung dort beschrieben ist.
So erreichst du den ersten bedeutenden Erfolg
Ein sinnvoller erster Meilenstein ist nicht die schnellste mögliche Zeit, sondern eine Strecke ohne unnötiges Risiko vollständig zu bewältigen. Fahre den ersten Abschnitt zunächst so, dass du die nächste Schwierigkeit schon vor dem Absprung erkennst. Wenn du eine Rampe erreichst, konzentriere dich nicht nur auf den Start des Sprungs. Entscheidend ist, in welcher Haltung du auf der anderen Seite ankommst.
Ein hilfreicher Ablauf sieht für mich so aus:
Beim ersten Versuch beobachte ich die gesamte Strecke und akzeptiere, dass ein Scheitern normal ist.
Beim zweiten Versuch ändere ich nur eine Sache, etwa das Tempo vor einem Sprung oder den Zeitpunkt einer Bewegung.
Nach einer gelungenen Passage fahre ich nicht automatisch aggressiver weiter, sondern wiederhole den Abschnitt, bis die Lösung zuverlässig wirkt.
Erst danach versuche ich, Zeit zu sparen oder eine riskantere Linie zu nehmen.
Dieser Ansatz klingt langsamer, führt aber schneller zu einem echten Fortschritt. Viele Spieler verlieren Zeit, weil sie nach jedem Fehlschlag die komplette Strecke anders fahren. Dadurch bleibt unklar, welche Änderung geholfen hat. Wenn du jeweils nur einen Faktor veränderst, entwickelst du ein besseres Gefühl für die Physik und kannst schwierige Stellen später gezielt reproduzieren.
Der wichtigste frühe Erfolg ist Kontrolle, nicht Geschwindigkeit. Sobald du eine problematische Stelle zweimal hintereinander sauber schaffst, hast du mehr gelernt als durch mehrere hektische Bestzeitenversuche. Diese Denkweise macht den Einstieg deutlich weniger frustrierend und passt besser zum Charakter des Spiels.
Typische Verwirrung bei Bewegung und Landung
Die häufigste Fehlannahme dürfte sein, dass mehr Tempo jedes Hindernis einfacher macht. In vielen Rennspielen ist Geschwindigkeit eine fast universelle Lösung. Hier kann sie das Gegenteil bewirken. Ein zu schneller Anlauf verkürzt deine Reaktionszeit, verschiebt die Landung und macht aus einem eigentlich kontrollierbaren Sprung eine unberechenbare Situation.
Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem misslungenen Sprung und einer misslungenen Vorbereitung. Wenn du in der Luft hektisch korrigierst, ist der eigentliche Fehler vielleicht schon einige Sekunden vorher passiert. Eventuell war die Anfahrt zu steil, die Figur nicht passend ausgerichtet oder der Absprung zu früh. Ich versuche deshalb, nach einem Unfall gedanklich rückwärtszugehen: Wann begann die Situation wirklich außer Kontrolle zu geraten?
Ein weiterer Stolperstein ist die Erwartung, dass jede Strecke beim ersten Durchlauf vollständig verständlich sein muss. Bei diesem Spiel gehört das Kennenlernen offenbar zum Ablauf. Ich würde die ersten Versuche deshalb nicht als endgültige Prüfungen behandeln. Sie sind eher eine Erkundung, bei der du erkennst, wo du abbremsen, springen oder deine Haltung korrigieren musst.
Wenn du mit Touch-Steuerung spielst, kann außerdem die Haltung des Geräts eine Rolle für deinen Komfort spielen. Halte es so, dass deine Finger die relevanten Bereiche sicher erreichen, ohne den Bildschirm unnötig zu verdecken. Bei längeren Übungssitzungen lohnt sich eine kurze Pause, weil verkrampfte Finger und nachlassende Aufmerksamkeit bei einem präzisen Spiel schnell wie ein technisches Problem wirken.
Ein realistischer Alltagseinsatz
Stell dir vor, du wartest zehn Minuten auf einen Termin und möchtest kein großes Mehrspieler-Rennen beginnen. Draw Rider 2 Plus kann in dieser Situation gut funktionieren, wenn du dir ein kleines Ziel setzt: eine bestimmte Passage verstehen, eine Landung stabilisieren oder einen Abschnitt ohne unnötige Wiederholung schaffen. Du brauchst dafür keine lange Vorbereitung und kannst direkt wieder aufhören, sobald die Konzentration nachlässt.
Für eine längere Zugfahrt ist das Spiel ebenfalls interessant, allerdings nur, wenn du mit wiederholten Versuchen umgehen kannst. Ich würde nicht mit der Erwartung starten, mehrere Strecken entspannt „wegzuspielen“. Besser ist es, die Fahrt in kleine Übungsblöcke zu teilen. Nach einigen Versuchen weißt du meist, ob du gerade wirklich Fortschritte machst oder nur denselben Fehler mit mehr Frust wiederholst.
Gerade unterwegs zeigt sich auch ein praktischer Trade-off: Ein Spiel mit kurzen Versuchen ist angenehm, aber seine Härte kann in einer unruhigen Umgebung stärker auffallen. Wenn du nebenbei ständig abgelenkt wirst, verpasst du eher den richtigen Moment für eine Eingabe. Für konzentriertes Spielen zu Hause ist es deshalb oft geeigneter als für eine laute Umgebung.
Wie es sich im Vergleich zu üblichen Rennspielen anfühlt
Im Vergleich zu klassischen Arcade-Racern bietet dieser Titel weniger unmittelbare Befriedigung durch hohe Geschwindigkeit und spektakuläre Fahrzeuge. Dort kannst du oft nach kurzer Eingewöhnung driften, Gegner überholen und dich an einer klaren Platzierung orientieren. Hier ist der persönliche Fortschritt stärker an einzelne Bewegungsabläufe gebunden. Du gewinnst nicht unbedingt, weil du mutiger fährst, sondern weil du eine schwierige Situation besser verstanden hast.
Gegenüber realistischen Rennsimulationen ist der Zugang weniger von Fahrzeugdaten und Streckenkenntnis geprägt. Du musst keine große Auswahl an Autos vergleichen oder eine Rennstrategie über viele Runden verwalten. Dafür verlangt die ungewöhnliche Physik eine andere Art von Aufmerksamkeit. Wer präzise Bewegungen und Trial-and-Error mag, findet hier wahrscheinlich mehr Eigenständigkeit als in einem gewöhnlichen Straßenrennen.
Auch im Vergleich zu kostenlosen Rennspielen ist der Preis ein wichtiger Teil der Entscheidung. Für 4,49 Euro erwarte ich persönlich, dass die zentrale Spielidee langfristig trägt und nicht nur für ein paar neugierige Minuten interessant ist. Das tut sie für die passende Zielgruppe durchaus. Wenn du aber nur gelegentlich ein kostenloses Spiel zum Zeitvertreib suchst, ist ein Kauf weniger leicht zu rechtfertigen.
Die durchschnittliche Bewertung von 3,1 zeigt außerdem, dass die spezielle Ausrichtung nicht bei allen Spielern gleichermaßen ankommt. Ich würde diese Zahl nicht einfach als Warnsignal verstehen, aber sie passt zu einer Erfahrung, die bewusst anspruchsvoll und teilweise frustrierend sein kann. Der Titel ist kein sicherer Tipp für jeden Rennspiel-Fan, sondern eine gezielte Empfehlung für Menschen, die sich auf seine ungewöhnliche Lernkurve einlassen.
Was ich vor dem Kauf besonders abwägen würde
Die erste Frage lautet: Möchtest du fahren oder möchtest du Bewegungen meistern? Wenn du vor allem das Gefühl von Geschwindigkeit suchst, gibt es passendere Alternativen. Wenn du dagegen Freude daran hast, eine einzelne schwierige Passage immer genauer zu analysieren, spielt der Titel seine Stärke aus.
Die zweite Frage betrifft deine Geduld. Ein Fehlschlag ist hier nicht nur ein kurzer Rückschlag, sondern kann sich bei wiederholten Versuchen deutlich bemerkbar machen. Ich würde das Spiel nicht an einem Tag beurteilen, an dem du ohnehin wenig Zeit oder schlechte Laune hast. Seine besten Momente entstehen, wenn du nach einem Fehler kurz überlegst und den nächsten Versuch bewusst planst.
Die dritte Frage ist, ob du mit einer eher speziellen Präsentation leben kannst. Wer eine große, realistische Rennwelt mit vielen freischaltbaren Systemen erwartet, könnte den Umfang anders erleben als jemand, der sich auf die Strecken selbst konzentriert. Ich finde gerade diese Konzentration angenehm, aber sie bedeutet auch, dass nicht jede Sitzung gleich abwechslungsreich wirkt.
Mein Weg für die nächsten Schritte
Nach dem ersten erfolgreichen Abschnitt würde ich nicht sofort auf maximale Geschwindigkeit gehen. Zuerst lohnt es sich, die sichere Lösung zu festigen. Danach kannst du einzelne Risiken testen: einen späteren Bremsmoment, eine direktere Linie oder eine mutigere Landung. So bleibt nachvollziehbar, warum ein Versuch besser oder schlechter ausgegangen ist.
Ein kleines persönliches Trainingsprotokoll kann überraschend hilfreich sein. Merke dir nach jedem Scheitern nur einen Satz, etwa „zu schnell in die Rampe“ oder „zu spät ausgerichtet“. Beim nächsten Versuch arbeitest du genau an diesem Punkt. Das klingt zunächst übertrieben für ein mobiles Rennspiel, verhindert aber, dass du dich in einer Schleife aus zufälligen Eingaben verlierst.
Wenn du nach mehreren Sitzungen immer noch hauptsächlich Ärger statt Neugier empfindest, ist das ein klares Zeichen, dass eine andere Rennspielart besser zu dir passt. Das ist kein Versagen deinerseits und auch kein Mangel an Übung. Die Stärke des Spiels ist gleichzeitig seine Einschränkung: Es verlangt eine bestimmte Bereitschaft, Fehler als Teil des Spiels anzunehmen.
Mein abschließendes Urteil fällt deshalb bewusst differenziert aus. Draw Rider 2 Plus ist für mich kein unkomplizierter Rennspaß, sondern ein konzentriertes Geschicklichkeitsspiel mit Rennrahmen. Der Entwickler 17Studio LLC richtet sich an Spieler, die ungewöhnliche Physik, riskante Sprünge und wiederholtes Lernen mögen. Mit einem Preis von 4,49 Euro sollte die Entscheidung gut überlegt sein, doch für die richtige Person kann jeder sauber gelandete Abschnitt eine echte Belohnung sein.
Wer ein direktes, anspruchsvolles Spiel für kurze Übungseinheiten sucht und sich nicht von Rückschlägen abschrecken lässt, darf den Titel in Betracht ziehen. Wer dagegen entspannte Rennen, viele Fahrzeuge oder eine möglichst sanfte Einführung erwartet, sollte lieber bei einem klassischeren Arcade-Racer bleiben. Für mich liegt der Wert dieses Spiels genau in seiner kompromisslosen Idee: Nicht jede Fahrt fühlt sich gut an, aber eine Fahrt, die du nach vielen Versuchen endlich beherrschst, bleibt deutlich länger im Gedächtnis.











